Magisches Rezept für Social Media Erfolg

Social Media ErfolgEines der überraschendsten Ergebnissen, das aus einer Infografik in diesem Artikel von Jeff Bullas (2011) hervorkommt, ist die große Kaufbereitschaft der Follower eines Brands auf Twitter in Vergleich zu Facebook. Eine Person hat die Tendenz, auf Facebook unbekannte Brands zu liken, wobei sie sich auf Twitter mehr mit jenen unterhält, mit denen man zuvor in Kontakt getreten ist (Facebook Ads haben in diesem Sinn auch einen Einfluss auf die Schnelligkeit eines “Likes” in Vergleich zu einem “Follow”). Die meisten “fabulous Facebook Marketing” Techniken, die in den anderen Infografiken erläutert werden, beziehen sich auf die internationale Ebene und sind für Österreich im Jahr 2013 nicht mehr relevant – von der Alterverteilung bis auf die “richtige Zeit für Postings” gab es Unterschiede zwischen den im Artikel erwähnten Vorschlägen und der Praxis.

In diesem Sinn sind die neuen Facebook Insights für die eigene Page eine viel nähere Andeutung auf den aktuellen Stand der Fans und als Erweiterung auf die Demografik der Zielgruppe des Brands. Durch die Entwicklungen der Insights und die Existenz von variierten Social Media Monitoring Tools können Tendenzen in der Rezeption von Botschaften betrachtet werden und nach der Analyse des erzeugten Feedbacks (inklusive durch die Option “Hide Post”) bessere Modalitäten für eine effektive Kommunikation gefunden werden.

Es gibt also kein allgemein magisches Rezept für Social Media Erfolg, aber ein Unternehmen kann sich eigene Benchmarks zusammenstellen, indem Daten für die Aktivität seiner Fans/Followers/Subscribers gesammelt werden. Durch die 2013 Edition der E-Benchmark Study werden unter anderen Änderungen in der E-Mail Newsletter und Fundraising Partizipation betrachtet. Es passiert oft, dass E-Mail Newsletter von manchen Unternehmen ausgelassen werden, wobei diese besonders in Bereichen wichtig sind, in denen eine aktive Beteiligung der Unterstützer erwartet wird. Daher sollten alle Wege, Mittel und Kanäle genutzt werden, wo sich mögliche Interessenten für ein Produkt/eine Dienstleistung befinden, um diese zu erreichen.

Dieses Reactionpaper wurde im Rahmen meiner PR-Übung an der Universität Wien, Fakultät für Sozialwissenschaften, Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft, geschrieben und enthält meine persönliche Meinung zu unterschiedlichen Themen und Artikeln. Ich werde jede zweite Woche dazu einen Text verfassen und ihn auf dem Blog veröffentlichen. Den ersten Text dieser Serie findet ihr hier.

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